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Als 1935 eine der schwersten Wirtschafts­krisen kaum zu Ende gegangen war, und es fast 7 Millionen Arbeitslose im Deutschen Reich gab, ergriff der gelernte Zimmermann Bernhard Franz die Initiative und wagte den Sprung in die Selbstständigkeit der aufkeimenden Wirtschaftsblüte.

 

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist zu keinem Zeitpunkt einfach, aber zur damaligen Zeit war es ein unübersehbares Risiko. Und so fing auch Bernhard Franz bescheiden an.

 

Der Beginn des Unternehmens Franz liegt in der Übernahm er des Betrieb der einzigen Dreschmaschine in Müsen. Mit einer fahrbaren Kreissäge wurde das Brennholz der Dorfbewohner von Müsen und Umgebung geschnitten. Zeitgleich baute Bernhard Franz eine kleine Zimmerei aufgebaut. Nach heutigen Verhältnissen würde der Betrieb die Bezeichnung „ICH-AG“ verdienen, da es ein reiner Einmannbetrieb war. Wenn jedoch die Arbeit drängte, musste die Ehefrau von Bernhard Franz mit anpacken. Auch Freunde und Nachbarn unterstützten tatkräftig, wenn es galt, Sparren und Firstbalken zu zimmern und den Dachstuhl eines neuen Hauses zu richten.

 

Es waren unsagbar harte Zeiten. Schwerste Knochenarbeit war gefordert, da keine modernen Maschinen zur Verfügung standen und für den Transport von Baumaterial fehlten die notwendigen Lastwagen. Manchmal war Bernhard Franz wohl der Verzweiflung nahe, wenn er viel zu lange auf die Bezahlung seiner Rechnungen warten musste und das dringend benötigte Holz für die Zimmerei nicht kaufen konnte. Aber Ausdauer und Fleiß zahlten sich schließlich doch aus.

 

Der zweite Weltkrieg verschonte auch die Familie Franz nicht. Bernhard Franz wurde eingezogen. Nach Kriegsende wurde er noch lange in Frankreich als Gefangener festgehalten.

1949 wurde Bernhard Franz aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Nun musste er mit seinem Unternehmen wieder beim Nullpunkt beginnen.

 

Dann aber wurde ein Meilenstein in der Firmengeschichte gesetzt:
1953 konnte die Firma einen Teil des Areals der ehemaligen Rothenbacher Hütte erwerben. Hier wurde die Möglichkeit geschaffen eine bedarfsgerechte Betriebsanlage zu bauen.

Die finanziellen Mittel waren nach wie vor bescheiden und so wurde unter enormen körperlichen Arbeitseinsatz bis in die Nacht geschafft, um mit möglichst viel Eigenleistung eine Halle für die Gattersäge und die ersten Maschinen zu bauen.

Die Baumstämme mussten mit Muskelkraft herangekarrt und auf den Gatterschlitten gehoben werden.

Bei schlechtem Wetter regnete es durch das primitive Hallendach. Die Baumstämme mussten mit Muskelkraft herangekarrt und auf den Gatterschlitten gehoben werden.

Behelfsmäßig verlegte Stromleitungen fielen häufig aus. Sie waren Ärgernis und Gefahr für die ersten Mitarbeiter. Es fehlte an Allem, um den Betrieb besser auszustatten und rationeller einzurichten.

 

Erst ab 1966, d.h. 13 Jahre nach der Über­siedlung auf das Gelände der Rothenbacher Hütte, zeichnete sich ein Ende der Durststrecke ab. Die Industrie brauchte Paletten -  und das Sägewerk Franz kam mit den Aufträgen eines hiesigen großen Industrieunternehmens auf neue Geleise der Produktion.

Es erfolgte eine Spezialisierung auf wichtige und unerlässliche Verpackungssysteme für den Transport von Industrieprodukten. Der erhoffte Erfolg stellte sich rasch ein.

 

Das Zimmererhandwerk wurde zunächst noch beibehalten, trat aber im Laufe der Jahre mehr in den Hintergrund und wurde schließlich ganz aufgegeben.

Als die Serienfertigung von Paletten aller Größen und Anforderungen sowie das Schneiden und Zurichten von Kanthölzern, Brettern, Latten und Bohlen den Betrieb völlig auslastete, wurden Fertigungs- und Lagerhallen erweitert. Gleichzeitig wurde eine weitgehende Automatisierung des Maschinenparks nötig.

 

Ab 1978 wurde das Sägewerk Franz unter der Regie von Bernhards ältestem Sohn Hermann und dessen Familie geleitet.

Das Sägewerk gehörte zu den führenden Betrieben dieser Branche im Siegerland und lieferte seine Produkte in viele Gebiete der Bundesrepublik.

 

1996 wurde Jost Henner Franz der neue Geschäftsführer des Unternehmens. Der Enkel des Firmengründers wandelte das Sägewerk Franz in die heutige Franz Holzindustrie GmbH um.

Jost Henner Franz passte das Unternehmen an die aktuellen Anforderungen der Kunden an und modernisierte umfangreich.

 

Mit der Einweihung der Trockenkammer im Jahr 2007 konnte das Produktspektrum ausgebaut werden. Hierdurch erweiterte sich der Kundenstamm des Unternehmens.

 

2010 wurde das Sägewerk aufgrund der geänderten Kundennachfrage aufgegeben. Jost Henner Franz investierte stattdessen in eine neue Produktions- und Lagerhalle.

 

Durch rationellere Abläufe und durch effektivere Materialbereitstellung verbesserten sich die Produktionsbedingungen erheblich. Hierdurch ist es möglich schnell auf Kundenwünsche zu reagieren.

 

Das Unternehmen Franz Holzindustrie ist heute auf unterschiedlichste Produkte für Verpackungen zum Transport von Industrieerzeugnissen spezialisiert.

Die breite Produktpalette wird für den weltweiten Export von Industrieartikeln verwendet.

 

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Paletten  -  Verladekeile  -  Industrieverpackungen - Kisten

Holzhandlung   -   Hitzebehandlung nach IPPC / ISPM 15

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